Up's and Down's, Nervenkitzel und große Emotionen – das ist wohl die treffendste Beschreibung für das Kopf-an-Kopf Rennen, dass wir uns gegen den Tabellenzweiten Wolfenbüttler VC am sechsten Spieltag der Saison, geleistet haben. Es war ein schweres, anstrengendes und stetig spannendes Spiel, aber unsere Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt: Nach einem prickelndem fünften Satz konnten wir zwei Punkte mit nach hause nehmen!

Es war das zweite Spiel des Tages auswärts in Wolfenbüttel und bereits nach dem ersten Match des VC gegen den MTV Braunschweig, welches wir lediglich beobachtet hatten – unsere Schiedsrichter, Rieke Jaekel und Marielle Thomas natürlich am genauesten – war klar, wir hatten einen sehr starken Gegner vor uns. Dieser Gedanke bestätigte sich auch direkt im ersten Satz.

Wir hatten unsere Startschwierigkeiten, der VC legte mit scharfen Aufschlägen vor und wir brauchten unsere Zeit um ins Spiel zu finden, denn die Annahme lief nicht so rund wie gewohnt.

Auch unsere Trainerin bemerkte diese Unsicherheit schnell. Nach der ersten Auszeit in welcher wir bereits mit vier Punkte zurücklagen, gab uns Janine einen großen Appell mit auf den Weg, wir müssten uns endlich aufraffen und gegenseitig motivieren.

Dies schindete Eindruck, plötzlich zeigten wir, dass Volleyball doch unser Sport ist.

Die Annahme wurde sicherer, ein Spielaufbau möglich, Chantal Andreä und Julia Koch zeigten ihre Angriffskünste und wir konnten den ersten Satz ganz nach dem Motto – Vier Gewinnt - beenden.

Getragen von der Euphorie des ersten Teilsiegs, waren wir wohl etwas zu übermütig und steckten im zweiten sowie dritten Satz eine satte Niederlage ein. Der zweite Satz war noch einigermaßen knapp und man sah, dass wir gekämpft hatten um diesen Satz doch noch zu drehen, von dieser Willensstärke war im Dritten allerdings nicht mehr viel übrig. Es klappte nichts mehr so richtig und wir sanken immer weiter in den Schlamm der Verzweiflung ein: niemand, weder auf dem Feld noch auf der Bank hatte eine Lösung parat ,wie wir uns aus diesem Schlamassel wieder rausziehen sollten.

Die einzige Option die noch bestand war so banal, in ihrer Umsetzung jedoch alles andere als einfach: Wir, als Einzige, mussten uns selber aus dieser Misére ziehen, komme was wolle. Gute Stimmung zu verbreiten war also der erste Punkt auf unserer Agenda für den vierten Satz, denn dieser war mehr als nur ein Ergebnis, er hat über Niederlage oder Sieg entschieden, über eine zweite Chance für uns oder das Einstecken eines peinlichen Trauerspiels.

Der vierte Satz wurde zum puren Nervenkitzel, wir hatten den VC gleich zu Beginn verunsichert, starke Angaben waren dafür das entscheidende Medium und wir konnten so einen guten Vorsprung erarbeiten. Allerdings zeigte auch Wolfenbüttel Nerven und angetrieben von ihrem heimischen Publikum sorgten sie für eine spannende Aufholjagd, man fühlte sich wie bei Tom und Jerry, es glich einem regelrechten Katz und Mausspiel. Wir zeigten, dass wir uns nicht so einfach schlagen ließen, wir waren heiß auf den Sieg, denn für uns zählte nur eins und zwar zwei Punkte in unsere dörflich-idyllische Heimat Vallstedt zu bringen. Der VC legte mit starken Angriffen von außen vor, aber vier stabilisierten die Annahme durch ein geschickt geplantes Läufersystem und kleine Tricks, ermöglicht durch das saubere Zusammenspiel zwischen unseren Stellern Franka Schlieker und Merle Adam, sorgten wir für Verwirrung beim VC. Rieke Jaekel und Merle Adam bildeten das perfekte Pendant zu Chantal Andreä und Julia Koch, indem die Einen ihre Feinfühligkeit beim Lob in die vernachlässigte Mitte oder die Ecken der Wolfenbüttler bewiesen, während die Anderen durch einen starken Block, sowie platzierte Angriffe zeigten was sie so drauf hatten.

Wir ließen uns nicht von dem Gleichstand von 23:23 beirren und machten den Satz solide mit einem Double zu, so wie es sich gehört!

Im fünften Satz schien es plötzlich Klick gemacht zu haben, wir lernten aus den Fehlern unserer vorherigen Sätze, sicherten die langen Ecken und schließten das Loch in unserer Abwehr. Die Aufschreie für jeden gewonnen Punkt wurden immer lauter, die Sprüche provokanter und wir gingen mit einem guten Gefühl und der Führung in den Tie-Break. Die kleinen Aufschlagserien unterstützen dies enorm und schlussendlich war der VC selber in einem Loch, jedoch gelang es dem Team im Gegensatz zu uns, nicht mehr, das Konzept von Motivation und Willensstärke unter Beweis zu stellen und es resultierte in einer Menge von Eigenfehlern. Wir zeigten, dass wir nicht um sonst Tabellenführer sind und spielten die Eigenfehler unserer Gegner gezielt gegen sie selbst aus. Der Sieg war quasi zum Greifen nah und Julia Koch machte mit dem letzten Aufschlag des Spiels, das vorzeitige Weihnachtswunder perfekt.

Wir siegten mit einem Endstand von 15 zu 6!

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass es ein unglaublich spannendes und gleichzeitig lehrreiches Spiel war. Wir haben uns ganz anders als sonst, nicht sofort von einem verlorenen Satz unterkriegen lassen, sondern haben uns ganz allein aus diesem eigensverschuldeten Schlamassel herausgezogen. Ich denke, dass daran auch unsere neue Trainerin Janine Winkler beteiligt ist, welche uns seit der neuen Saison begleitet, sie schweißt uns alle als gemischte Gruppe zusammen und ist somit auch ein maßgeblicher Teil des Teambewusstseins. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle.

Ich spreche in Namen meines Teams wenn ich sage: Wir freuen uns auf die Revanche und begrüßen den VC Wolfenbüttel herzlich zum Heimspiel am 02.03.19 in Vechelde.

Johanna Scherrer

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